Archiv für die Kategorie „Lagio Maggiore“
Angera – Lago Maggiore
Im Süden des Lago Maggiore befindet sich die Stadt Angera. Der ruhige, angenehme Ort liegt in einer kleinen Bucht, an der schmalsten Stelle des Sees, der hier wie ein breiter Fluss wirkt. Die ausgedehnte und von ausladenden Bäumen beschattete Uferzone bietet herrliche Blicke aufs gegenüberliegende Arona, an der Promenade kann man genüsslich unter Kastanienbäumen bummeln.
Angera entwickelte sich wegen des beeindruckenden Kastells Rocca di Angera zu einem beliebten Urlaubsort. Beachtenswert sind hiervor allem die Fresken des Michelino da Besozzo (ca 1388-1442) und anderer Künstler seiner Zeit, die sich ursprünglich im Mailänder Stadtpalast der Borromei befanden, sowie ein Barock-Kamin aus Angera-Stein.
Im nach Westen ausgerichteten Visconti-Flügel ist im Erdgeschoß das “Museo della Bambola” untergebracht, eines der bedeutendsten Puppenmuseen Europas mit Puppen aus dem 18.-20. Jahrhundert. Dazu gibt es automatische Figuren und Roboter, die Vorläufer der heutigen elektronischen Spielzeuge, sowie italienische und amerikanische Comics und eine Druckpresse des 18. Jh.
(Öffnungszeiten/Preise Rocca di Angera, Mitte März bis Mitte Okt. tägl. 9–18.30 Uhr;
Eintritt ca. 7,50 €, Kinder (6–15 J.) ca. 4,50 €. )
In zentraler Lage am Lungolago fällt die mächtige barocke Chiesa Madonna della Riva auf, erbaut anlässlich einer Blut weinenden Madonna, die jedoch eigentlich nur den Chor einer nie vollendeten Großkirche darstellt.
Übernachten kann man hier im Lido, in Viale Libertà 11, Uferstraße von Angera nach Ranco. Es ist ein großes Haus mit schönem Garten direkt am See, vor dem Haus hat man hier schmaler Kiesstrand. Im großflächig verglasten Restaurant mit Panoramaterrasse und Seeblick wird u. a. Sushi vom See serviert. Gelegentlich sind Hochzeitsgesellschaften etc. im Haus, dann wird es laut.
Essen & Trinken Tam besten im Restaurant Verbano, in Viale Pietro Martire 2, begrüntes Terrassenlokal gegenüber der Fähranlegestelle. Von einem älteren Ehepaar freundlich geführt, es
wird gut Deutsch gesprochen (der Hausherr hat in Deutschland gearbeitet), die Dame des Hauses bedient fürsorglich. Gute Fischgerichte, auch Pizza, mittlere Preise.
Von Angera sollte man zu einem kleinen Abstecher nach Ranco (1.000 Einwohner) direkt auf der kleinen Uferstraße bleiben. In Ranco ist in der Villa Fantasia ein besuchenswertes Museum zur Geschichte des Transportwesens eingerichtet, das von der Postkutsche über Züge, Schwebebahnen und Motorräder bis hin zu Wagen der Mailänder U-Bahn die Geschichte des Transports anschaulich vorführt.