Brescia
Brescia, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, ist eine der größten Städte Italiens. Brescia ist alt und war ursprünglich eine Siedlung der Kelten, bis die Römer die Stadt 225 v. Chr. einnahmen.
Für Reisende ist Brescia vor allem kulturell-historisch interessant. Die Altstadt ist geprägt von römischen, venzizianischen und langobardischen Einflüssen. Es gibt viele Sehenswürdigkeiten, die diese Bezeichnung auch wirklich verdient haben, hier nur einige wenige:
Im römischen Zentrum sind in der Vogelperspektive immer noch die Straßenanlagen zu erkennen, wie sie von den Römern gebaut wurden, in rechtwinklig zueinander verlaufenden Straßenzügen. Auf dem Domplatz befindet sich der Neue Dom neben der Winterkathedrale, sowie der Regierungspalast. Es gibt viele Museen und Galerien, und mehrere Klöster. Insgesamt gibt es eine Fülle von Bauwerken aus der Antike, dem Mittelalter, der Renaissance und dem Barock, was die bewegte Geschichte der Stadt widerspiegelt.
1769 ereignete sich etwas bemerkenswertes: Weite Teile der Stadt wurden beschädigt, weil ein Blitz in die San Nazaro-Kirche einschlug, in der 90 Tonnen Schießpulver gelagert waren. Bei der Explosion starben ca. 3000 Menschen. Vorher hatte die Gemeinde sich trotz dieser bekannten Gefahr geweigert, einen Blitzableiter zu installieren, mit der Bründung, daß Blitze von Gott kämen und Gott niemals eine Kirche schädigen würde. Nach der schrecklichen Explosion wurde dann zwar ein Blitzableiter installiert – aber es wurde auch weiterhin Schießpulver eingelagert.
Kurz darauf, ab 1797, war Brescia rd. 60 lang unter österreichischer Besetzung, was ebenfalls viele Opfer forderte, da die Einwohner sich vehement zur Wehr setzen gegen die Besatzer. Schließlich gelang es der Stadt, sich von der Unterdrückung zu befreien, was ihr den
Beinamen “Löwin Italiens” einbrachte.
Heute ist die Gegend um Brescia auch eine Industrieregion, was der Atraktivität für Reisende jedoch keinen Abbruch tut. Es gibt viele Theater- und Konzertaufführungen, auch Sportfeste, historische Feste und ähnliche Veranstaltungen.
Nördlich von Brescia ist die Val Camonica, in der von 13.000 Jahren rd. 200.000 prähistorische Felsgravuren in die Felsen gearbeitet wurden.
Das Tal steht unter Denkmalschutz und gehört zum Weltkulturerbe.
Insgesamt lohnt sich ein Besuch dieser Stadt gleich auf vielerlei Weise, eine Reise dorthin ist eine wirkliche Bereicherung.